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Feldschlösschen Getränke

Erneuerung der Systempartnerschaft mit Jungheinrich

Seit dem Jahr 2002 sorgen knapp 400 Jungheinrich-Gabelstapler für effiziente Logistikprozesse bei Feldschlösschen. Die Brauerei hat nun die Systempartnerschaft mit dem Hamburger Unternehmen erneuert.

Wenn Thomas Stalder heute über Gabelstapler spricht, dann tut er dies relativ entspannt. Das war nicht immer so, denn als der Logistikleiter der Feldschlösschen Getränke AG in Rheinfelden Anfang 2001 diesen Job übernahm, hatte das Unternehmen eine Vielzahl an Staplermarken im Einsatz. „Das lag auch an der damaligen Struktur“, erzählt Stalder. „Wir hatten allein für die Feinverteilung über 30 Verteilzentren – stellenweise im Abstand von wenigen Kilometern zueinander."Da jedes Depot zudem seine Flurförderzeuge selber gemanagt hat, waren seinerzeit Themen wie Laufleistung oder Budgetierung schlecht einzuschätzen, insbesondere nicht von einer zentralen Stelle. „Da es in der Getränkebranche stets zu saisonalen Schwankungen kommt“, so Stalder weiter, „gab es in den einzelnen Depots früher die Philosophie, dass man immer noch ein Ersatzgerät haben musste.“ Was auch zu deutlichen Überkapazitäten führte. Hinzu kamen die Themen Service und Reparatur. Stalder: „Die Staplerverantwortlichen der einzelnen Standorte liebten es, an ihren Fahrzeugen auch selber rumzubasteln.“ Zudem hatten sie im Bedarfsfall Kontakt zu den unterschiedlichsten Servicemitarbeitern der verschiedenen Staplerfirmen. „Jeder kann sich gut vorstellen, dass die Kosten für das Staplermanagement so nicht handelbar waren.“ Ebenso klar war, dass sich an dieser Situation etwas ändern musste. Nach einer intensiven Analyse des gesamten Staplerbestandes sowie dem Auflisten der Anforderungen holte Feldschlösschen „zu einem logistischen Befreiungsschlag aus“, so der Manager.

Zum einen sollten definierte Fahrzeuge nur eines Herstellers mit möglichst wenigen Varianten beschafft werden. Neben optimalen Einkaufskonditionen und einer kurzen Reparatur-Reaktionszeit durch einfache Teilebeschaffung war in erster Linie eine leichte Austauschbarkeit der Fahrzeuge bei Veränderungen der Logistikstruktur bzw. zum Ausgleich von Nutzungsunterschieden von Wichtigkeit. Die Optimierung der Fahrzeuge sollte durch eine Flexibilisierung mittels Mietfahrzeugen für Saisonspitzen sowie durch die Tatsache sichergestellt werden, dass keine Ersatzfahrzeuge für eventuelle Ausfälle bereitgehalten werden müssen. um zweiten wollte Feldschlösschen das eigene Kapital mit dieser Radikalkur nicht strapazieren. Hierzu sollte die gebundene Liquidität durch den Verkauf der Altflotte an den Fahrzeughersteller freigesetzt werden. Darüber hinaus war unabdingbar, dass sich die Unterhaltskosten drastisch reduzieren.

Thomas Stalder
Logistikleiter der Feldschlösschen Getränke AG in Rheinfelden

„Was wir brauchten war eine Kostensicherheit"

erzählt Thomas Stalder. Von vornherein war auch klar, dass der zu wählende Staplerhersteller als Generalunternehmer fungieren sollte. Dass seinerzeit die Wahl auf Jungheinrich fiel, hatte auch etwas mit dessen Servicenetz in der Schweiz zu tun. Das Hamburger Unternehmen ist seit annähernd 50 Jahren mit einer eigenen Niederlassung in der Schweiz vertreten und fest verankert. Etwa 200 Mitarbeiter sind für den Staplerhersteller und Intralogistiker Jungheinrich am Standort Hirschthal bei Aarau tätig. „Wir wollten einen Partner, der der Schweiz auch langfristig treu bleibt“, so der Logistikleiter damals. Dass sich Treue, aber auch Professionalität und eine faire Systempartnerschaft auszahlt, wurde spätestens im Jahr 2008 unter Beweis gestellt, als der Rentalvertrag über die Nutzung von nahezu 400 Jungheinrich-Gabelstaplern bei Feldschlösschen auslief. Thomas Stalder: „Wir haben uns mit Jungheinrich sehr schnell darauf verständigt, die gute und auch eingespielte Zusammenarbeit weiterzuführen.“ In einem grossen Unternehmen wie Feldschlösschen müsse das Thema Gabelstapler „einfach funktionieren“, so Stalder weiter. Man verkaufe deswegen zwar keinen Tropfen mehr Bier, Kosten würde jedoch dann entstehen, wenn es nicht funktioniert. „Wichtiger als ein, zwei Prozent des Preises eines Gabelstaplers sind zudem die Gesamtlebenshaltungskosten des Fahrzeuges.“ Hinzu kämen natürlich auch Themen wie der Service oder die Wartung der Geräte. Und deren Handhabung. „Wenn ich mit unseren Leute spreche, dann bekomme ich diesbezüglich ein sehr positives Feedback“, erzählt Stalder. „Die Stapler von Jungheinrich sind sehr gut und werden von der Belegschaft gern angenommen!“ Das betrifft beispielweise auch den Hydrostat der Baureihe 4 von Jungheinrich.

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Diese Fahrzeuge vom Typ DFG 425s-435s sind bei Feldschlösschen in der Hauptsache in Rheinfelden im Einsatz. „Unsere Kraftpakete sind in der Lage, bis zu 3,5 Tonnen an Ware auf einmal zu bewegen“, erzählt Uwe Ziesenhenne, Leiter Vertrieb bei Jungheinrich Schweiz. „Überboten wird dies nur von den wirklich grossen Staplern in der Grobverteilung!“ Dort, wo die Flaschen von der Abfüllung zunächst in ein Blocklager geliefert werden, kommen besonders schwere Dieselstapler von Jungheinrich zum Einsatz, die mit Mehrfach-Palettenklammern ausgerüstet sind und somit bis zu sechs Paletten auf einmal aufnehmen können. Die in Rheinfelden eingesetzten hydrostatisch angetriebenen Jungheinrich-Stapler lassen ihre Vorzüge insbesondere im tagtäglichen Reversierbetrieb erkennen. „Hierbei kommen die Stärken der hydrostatischen Antriebstechnik voll zur Geltung“, erläutert Ziesenhenne. Dies bedeute im Einzelnen eine dynamische Beschleunigung, schnelles Reversieren sowie präzises Fahren. Durch die fünf individuell anpassbaren Arbeits- und Fahrprogramme könne zudem die Leistungscharakteristik entsprechend den unterschiedlichen Anforderungen angepasst werden. Thomas Stalder: „Das ist aber nicht nur typisch für den Hydrostat, sondern typisch für viele Jungheinrich-Fahrzeuge.“ Denn gerade in der Getränkebranche können die Anforderungen sehr unterschiedlich sein. Auch was den Einsatz der Gabelstapler und die logistischen Abläufe betrifft: So hatte die Feldschlösschen Getränke AG beispielsweise den Auftrag, die Fussball-Europameisterschaften 2008 in der Schweiz mit Getränken zu versorgen. Allein die Planung wurde bereits ein Jahr im Voraus mit einem Simulationstool durchgespielt – mit allen erdenklichen Parallelprozessen. „Wir hatten beispielsweise nur gewisse Zeitfenster“, erzählt der Logistiker, „in denen wir in Public Viewing Areas ausliefern konnten, was die Sache nicht nur planerisch, sondern auch in der Ausführung sehr komplex gemacht hat.“ Denn neben der erforderlichen Anzahl an Mitarbeitenden, allein für die Euro 2008 wurden in der Logistik bei Feldschlösschen über 100 zusätzliche Arbeitskräfte benötigt, musste auch stets die Anzahl der verfügbaren Gabelstapler stimmen, so Stalder. „Es hilft nichts, wenn theoretisch alles klappt, aber praktisch haben wir zu wenig verfügbare Stapler!“ Dank Jungheinrich sei dies aber nicht passiert. Auch deswegen ist Thomas Stalder heute relativ entspannt, wenn er über Stapler spricht.


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